Sonntag, 22. September 2013

Millau - charmant und unbedingt eine Reise wert

Millau, die südfranzösische Stadt befindet sich in den Midi-Pyrénées, am Eingang der Gorges du Tarn, einer ca 500 m tiefen Schlucht, die sich über 35 km erstreckt und sehr beeindruckend ist. Millau ist bei Franzosen und Touristen hauptsächlich durch eine Sehenswürdigkeit bekannt, dem Viaduc, die längste Schrägseilbrücke der Welt und so sieht sie aus:




Aber die Stadt und die Region hat noch sehr viel mehr zu bieten und wer sowieso in Richtung Mittelmeer unterwegs ist (oder von dort zurückkommt) sollte sich ein paar Tage Zeit nehmen, Stadt und Natur zu genießen.







Sehr leckere Weintrauben laden Euch zum Verweilen ein!

 







Gerade jetzt im Herbst ist das Klima dort wunderbar und man kann viel unternehmen. Es finden auch viele Handwerksmärkte statt und alles sieht sehr einladend und gemütlich aus. Wer schon einmal dort war, kann mir gerne davon berichten!

Sonntag, 17. März 2013

Ostern und Aprilscherz

In Frankreich hat an Ostern auch der Fisch analog zu Eiern und Hasen eine besondere Bedeutung. Und auch der Poisson d'avril, der Aprilscherz zum 1. April, hängt damit zusammen. Es ist in Frankreich auch heute noch Brauch, dass die Kinder am 1. April versuchen, den Erwachsenen Papierfische an die Kleidung zu heften. Woher kommt dieser Brauch? Er liegt lange zurück und stammt aus dem 16. Jh:


"Une ... origine vient du fait que le 1er avril était le jour où la pêche devenait interdite, afin de respecter la période de reproduction. Pour faire un cadeau aux pêcheurs, et pour se moquer un peu d'eux, on leur offrait un hareng. C'est alors qu'une habitude populaire s'intalla : on accrochait subrepticement un vrai poisson dans le dos des gens. Comme les habits étaient plus larges, les victimes ne s'en apercevaient pas tout de suite, de sorte que le poisson devenait de plus en plus gluant et puant. Ainsi naquit le goût de faire ce jour-là des petits cadeaux pour rire, des plaisanteries ou des mystifications."  (source: wikipedia)

Eine mögliche Herkunft rührt daher, dass am 1. April das Fischen verboten wurde, um die Brut nicht zu gefährden. Um den Fischern ein Geschenk zu machen und sie gleichzeitig ein wenig zu verspotten gab man ihnen einen Hering, den man auf seinem Rücken befestigte. Da die Kleidung damals recht weit und dick war, haben die "Opfer" das nicht sofort bemerkt. Und der Fisch auf ihrem Rücken wurde klebrig und stank. So entstand der Aprilscherz, also kleine Witze und Schabernack am 1. April zu machen. 


 


Sonntag, 27. Januar 2013

Louis de Funès - 30. Todestag

Quelle: Rolf Gebhardt
Heute ist der 30. Todestag von Louis de Funès, der mit bürgerlichem Namen Louis Germain David de Funès de Galarza hieß und französischer Komiker und Schauspieler, aber auch Regisser und Drehbuchautor war. In unzähligen Filmen hat er in den 60er und 70er Jahren sein Publikum zum Lachen gebracht. Seine Karriere war beispiellos. Als Kind spanischer Einwanderer war ihm das Künstlertum nicht gerade in die Wiege gelegt. Er nahm erst recht spät Schauspielunterricht, spielte kleinere Theaterrollen und Statistenrollen beim Film und hatte Mühe den Durchbruch zu schaffen. Erst in den frühen 60er Jahren überzeugte er in der Hauptrolle des Geschäftsmannes Barnier, der neurotisch seine Familie tyrannisiert und er spielte diese Rolle des Familien-Cholerikers mit unverwechselbarem Mienenspiel einfach perfekt. In dieser grotesken Rolle spielte er 1964 im Kinofilm Der Gendarm von Saint Tropez die Hauptrolle des Gendarmen Cruchot und war fortan der populärste Filmkomiker und Star des französischen Kinos. Auch in Deutschland war er sehr bekannt und beliebt. Privat war de Funès eher still und zurückhaltend, konnte aber auch ausrasten, wie sein Sohn in einem Interview verriet. Er liebte die Natur und Gärtnerei und war ein überzeugter Umweltschützer. 1983 starb der große Schauspieler an einem Herzinfarkt in seinem Garten. Gerne denken wir an seine künstlerische Leistung zurück, er ist auch heute noch mit seinen großen Filmen im deutschen und französischen Fernsehen vertreten:


Wie findet ihr ihn? Ich fühle mich um Jahre zurückversetzt, wenn ich den Film ansehe.

Herzliche Grüße



Sonntag, 6. Januar 2013

Französische Dreikönigs-Galette

Autor: Gorrk von http://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Galette_des_Rois.png
Die Galette des Rois ist ein Blätterteigkuchen aus Frankreich, der entweder mit Marmelade gegessen wird oder mit anderen leckeren Dingen gefüllt wird, z.B. Mandeln, Obst, Sahne, Schokolade.
 

An Ephiphanie, also am Tag der Heiligen Drei Könige gedenkt man den Königen Caspar, Melchior und Balthasar, die gekommen waren, um dem Jesuskind die Geschenke (Myrre, Weihrauch und Gold) zu bringen. Ihren Weg zur Krippe fanden die Heiligen Drei Könige, indem sie dem Stern folgten, der ihnen den Weg wies. Diesem Ursprung ist die heutige Tradition zu verdanken, eine „Königstags-Galette“ untereinander zu teilen. Traditionell gibt es die Galette also zum heutigen Dreikönigstag (le roi=der König) und man isst sie im Kreis der Familie aber auch in Kindergärten, unter Freunden und sonstiger fröhlicher Runde. In den Teig wird eine kleine Porzellanfigur oder eine dicke Bohne miteingebacken.
Wer die Bohne oder Porzellanfigur bekommt, wird der König des Tages und hat das Recht, eine Krone aufzusetzen (die Papp-Krone gibt es meist dazu, wenn man die Galette in der Bäckerei kauft)

Immer wenn der König sein Glas zum Mund führt, müssen alle Familienmitglieder "Le roi boit" sagen (Der König trinkt), was für Franzosen eine Art "Fischers Fritz fischt..." ist. Der Brauch wird vor allem in Familien mit Kindern und in Kindergärten gepflegt.
  
Vielleicht macht ihr bald auch mal eine Galette? 
Ein wirklich leckeres Rezept gibt es hier bei Paris culinaire.

Alles Liebe im Neuen Jahr, Bonne Année et Santé wünscht Euch

 

Samstag, 22. Dezember 2012

Feiert mit! 850 Jahre Notre-Dame de Paris

Urheber: Calvin Kramer
Fast ein Jahr lang, vom 12. Dezember 2012 bis zum 24. November 2013 feiert die Katheadrale Notre-Dame-de-Paris ihren 850. Jahrestag! Ihr habt also fast ein Jahr Zeit, nach Paris zu fahren und an den großen Festlichkeiten teilzunehmen.

Was wird alles geboten?

  • Ein neues Glockengeläut, die Kathedrale hat 8 Glocken (die größte Glocke Emmanuel, unten abgebildet, wurde
    1685 gegossen und wiegt ca. 13 000 kg.
  • Sehr viele musikalische Events in der Kathedrale
  • Zahlreiche Ausstellungen
  • Sanierung der Innenbeleuchtung
  • Restaurierung der großen Orgeln
  • Wissenschaftliche Konferenzen





notre-dame-de-paris
Urheber: Kurt Muehmel auf Wikipedia
Sie alle sind eingeladen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Der Eintritt in die Kathedrale ist frei.
Es bietet sich auch an, an einer organisierten Pilgerreise nach Notre-Dame-de-Paris teilzunehmen.



Informationen unter: 0033.1.44.32.16.72 oder

pelerinages[at]notredamedeparis2013.com 


Nach Augustinus ist das menschliche Leben wie eine Straße, von der aus wir gerufen werden, ständig in Bewegung zu bleiben und uns auf ein Ziel hinzubewegen, das größer ist als wir.


Die offizielle Seite zu dem Jubiläum der Kathedrale von Notre-Dame; http://www.notredamedeparis2013.com
de:Freedom_Wizard 


  
Paris ist immer eine Reise wert. Also fangen wir schon einmal an, unsere Urlaube zu planen.

Schöne Weihnachtsgrüße an alle meine Leser!

 

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Wenn du deinem Doppelgänger gegenüberstehst.....

Ein sehr faszinierendes Thema ist das des persönlichen Doppelgängers. Schon lange hält sich der Glaube daran, dass es irgendwo auf der Welt jemanden gibt, der jedem einzelnen von uns sehr sehr ähnlich sieht. Sehr seltsame Situation, wenn man dem Doppelgänger beispielsweise auf der Straße begegnet. Es ist vielleicht auch ein richtiger Alptraum, plötzlich sich selbst gegenüberzustehen. Warum ich euch das erzähle? Der Fotograf Francois Brunelle aus Montréal hat ein erstaunliches Projekt vorgestellt. Er suchte Menschen (und ließ durch Medien suchen), die sich sehr ähnlich sehen und das kulturübergreifend und auf allen Kontinenten. Er brachte diese Menschen zusammen und machte Paar-Fotos von ihnen. Und dabei beobachtete er, dass die Doppelgänger bei ihrem ersten Anblick voreinander erschraken und sehr unsicher auftraten. Etwas in ihrem Identitätssinn wurde erschüttert. Es gibt übrigens auch die Theorie, dass Menschen, die sich anatomisch sehr ähnliche sind, auch ähnliche Gehirnstrukturen haben, denn dies prägen das Aussehen. Manche Menschen, die Francois Brunelle mit ihrem Double fotografieren wollte, lehnten die Fotosession auch von vornherein ab. Da das "Zwillingsprojekt" von Francois Brunelle sehr bekannt ist und für Furore sorgte, möchte ich euch heute daraus einige der frappierendsten Bilder zeigen. Insgesamt machte er ein Shooting mit 200 Paaren. Nochmal, es handelt sich nicht um echte Zwillinge oder Geschwister sondern um wildfremde Personen, die sich ähneln.












Bildquellen:

Seid ihr schon mal einer Person außerhalb eurer Familie begegnet, die euch sehr ähnlich sieht? 
Würdet ihr euch auf diese Begegnung einlassen?

Herzliche Grüße 


Montag, 19. November 2012

La petite veste noire – LittleBlackJacket – Was es damit auf sich hat

Die von Coco Chanel entworfene „Kleine schwarze Jacke“, die von Karl Lagerfeld redesigned wurde, ist zu einem zeitlosen Basic geworden und wird sowohl von Frauen als auch von Männern jeden Alters getragen. Die Vernissage zur Foto-Ausstellung „The Little Black Jacket“ fand schon im Sommer in New York statt. Auf den Fotos von Karl Lagerfeld und Carine Roitfeld sind zahlreiche Stars zu sehen, die eben diese schwarze Jacke tragen. Und je nachdem WER sie trägt, wirkt die kleine schwarze Jacke ganz unterschiedlich. Ausstellungsort ist der Grand Palais in Paris vom 10. Bis 25. November.

Also, wer von euch Porträts und Mode mag, dem wird das gefallen.



Ganz viel Energie für die Woche wünscht Euch